Mit scharfer Kritik reagiert die SPÖ Wels auf die bekannt gewordenen Pläne zur Einschränkung in der Stadtbibliothek. Für die Sozialdemokratie ist klar: Hier wird einmal mehr bei jenen gespart, die ohnehin die meiste Unterstützung brauchen – bei Kindern, Jugendlichen und all jenen, die auf niederschwellige Bildungsangebote angewiesen sind.
„Was Bürgermeister Rabl hier betreibt, ist kein Sparen – es ist ein gezielter Rückbau von Bildungsinfrastruktur. In einer Stadt, die mit massiven Herausforderungen bei Sprachkompetenz und Chancengleichheit kämpft, ist das schlicht verantwortungslos“, so Bildungsreferent Mag. Klaus Schinninger.
Die Stadtbibliothek ist für viele Familien kein Luxus, sondern oft der einzige frei zugängliche Ort für Bildung, Lernen und Integration. Anstatt diesen zentralen Ankerpunkt auszubauen, setzt Bürgermeister Andreas Rabl den Rotstift an – und nimmt damit bewusst in Kauf, dass Bildungsdefizite weiter zementiert werden.
Besonders brisant: Während auf anderen Ebenen zusätzliche Mittel für Bildung zur Verfügung stehen, scheitert deren Nutzung in Wels immer wieder an der mangelnden Bereitschaft der Stadtführung, ausreichend Ressourcen bereitzustellen. „Das ist politisches Versagen auf dem Rücken unserer Kinder“, hält GR Johann Reindl-Schwaighofer fest.
Scharfe Worte findet die SPÖ Wels auch für den zuständigen ÖVP-Stadtrat Martin Oberndorfer: „Statt sich schützend vor eine der wichtigsten Bildungseinrichtungen der Stadt zu stellen, reiht sich Oberndorfer widerstandslos in den Kahlschlagkurs des Bürgermeisters ein.“
Für die SPÖ ist klar: Die aktuelle Politik der Stadtspitze ist nicht nur kurzsichtig, sondern gefährdet langfristig die soziale und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. „Wer heute bei Bildung kürzt, zahlt morgen den Preis – sozial, wirtschaftlich und gesellschaftlich“, so Schinninger und Reindl-Schwaighofer unisono.
Die SPÖ Wels fordert daher einen sofortigen Stopp der Einsparungspläne sowie ein klares Bekenntnis zum Ausbau der Stadtbibliothek als moderne Bildungsdrehscheibe. Es muss ein ausgezeichnetes Angebot geben. Überall, wo erfolgreiche Bibliotheken betrieben werden, funktionieren sie als Orte der Bildung, der Begegnung und der kulturellen Teilhabe. Sie sind Lernräume, Sprachförderorte und Treffpunkte für Menschen aller Generationen. Gerade in Wels müsste die Stadtbibliothek deshalb nicht eingeschränkt, sondern konsequent ausgebaut werden. Kürzen ist hier der völlig falsche Weg. „Wels braucht endlich eine Politik, die in die Zukunft investiert – und keinen Bürgermeister, der sie verspielt.“