SPÖ fordert umfassenden Hitzeaktionsplan für Wels
Reindl-Schwaighofer: „Wels muss auf zunehmende Hitzeperioden besser vorbereitet
sein“
Die SPÖ-Gemeinderatsfraktion fordert mit einem Initiativantrag die Erarbeitung eines
umfassenden kommunalen Hitzeaktionsplans für die Stadt Wels. Dieser soll bis spätestens
31. Dezember 2026 fertiggestellt und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt
werden. Damit sollen die vorgesehenen Maßnahmen bereits in der darauffolgenden
Hitzesaison angewendet werden können.
„Längere Hitzeperioden und sogenannte Tropennächte sind längst keine
Ausnahmeerscheinung mehr. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke, Kinder,
Menschen mit Behinderungen sowie Personen, die im Freien arbeiten, sind durch extreme
Temperaturen besonders gefährdet. Eine Stadt wie Wels muss daher vorbereitet sein und
klare Abläufe und konkrete Maßnahmen festlegen, bevor die nächste Hitzewelle kommt“,
betont SPÖ-Gemeinderat Johann Reindl-Schwaighofer.
Der Hitzeaktionsplan soll gemeinsam mit den zuständigen Magistratsabteilungen,
Gesundheitsbehörden, Einsatz- und Rettungsorganisationen, Sozial- und
Pflegeeinrichtungen, Bildungseinrichtungen sowie weiteren Fachleuten und relevanten
Organisationen erarbeitet werden. Ziel ist es, die unterschiedlichen Zuständigkeiten und
Fachbereiche zusammenzuführen und einen auf die Stadt Wels abgestimmten
Maßnahmenplan zu entwickeln.
„Ein zentraler Bestandteil soll die Entwicklung eines mehrstufigen Hitze- und Warnsystems
sein. Welche Warnstufen sinnvoll sind und anhand welcher meteorologischen oder
gesundheitlichen Kriterien diese ausgelöst werden, soll im Rahmen der fachlichen
Erarbeitung festgelegt werden“, ergänzt Vizebürgermeister Mag. Klaus Schinninger.
Der Maßnahmenkatalog soll insbesondere den Schutz besonders gefährdeter
Bevölkerungsgruppen, eine abgestimmte und rechtzeitige Information der Bevölkerung
sowie klare Zuständigkeiten innerhalb der Stadtverwaltung sicherstellen. Darüber hinaus
sollen konkrete Maßnahmen für Pflege-, Sozial- und Bildungseinrichtungen entwickelt
werden. Auch öffentlich zugängliche Trinkmöglichkeiten, beschattete Aufenthaltsbereiche,
kühle öffentliche Räume sowie mittel- und langfristige Maßnahmen zur Verringerung der
Überhitzung des Stadtgebiets sollen berücksichtigt werden.
„Beim Hitzeschutz geht es nicht um Symbolpolitik, sondern um Gesundheitsvorsorge und
eine vorausschauende Stadtentwicklung. Wels soll nicht erst reagieren, wenn die nächste
Hitzewelle bereits da ist. Wir brauchen einen praktikablen Plan mit klaren
Verantwortlichkeiten, der im Ernstfall rasch und wirksam umgesetzt werden kann“, so
Reindl-Schwaighofer und Schinninger abschließend.