Bildung beginnt bereits in den Krabbelstuben und Kindergärten und ermöglicht Kindern im Alter von null bis fünf Jahren soziale, sprachliche und kognitive Entwicklung in einem professionellen Umfeld. Dafür ist ein bedarfsgerechtes Angebot notwendig. Dieses ist auch die Voraussetzung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Wels hat großen Aufholbedarf
Am 25. August wurde der Monitoringbericht „Statistiken zur elementaren Bildung 2024/25“ des Bundeskanzleramtes und der Statistik Austria veröffentlicht. Dieser listet detailliert alle Betreuungsformen und Quoten über ganz Österreich auf. Dabei fällt auf, dass die Stadt Wels bei den Besuchsquoten aller Gemeinden in OÖ auf den letzten Plätzen rangiert. Bei den null- bis zweijährigen an vorletzter Stelle, bei den drei- bis fünfjährigen sogar am letzten Platz. Ebenso weit abgeschlagen wie bei den Besuchsquoten inkl. Tageseltern. Besser sieht es nur bei den VIF-konformen Betreuungseinrichtungen aus. Dies aber nur deshalb, weil viele Einrichtungen in Oberösterreich leider noch immer nicht ganztägig geführt werden.
„Wir müssen hier weiter rasch handeln. Bereits in den Stadtsenatsklausuren 2022 und 2023 habe ich auf die Dringlichkeit hingewiesen. Der von mir geforderte und im Masterplan belegte Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen muss sofort umgesetzt werden. Über die bereits geplanten Krabbelstuben und Kindergärten hinaus. Für Kinder aller Eltern, egal ob berufstätig oder nicht. Hier sind der Bürgermeister als Liegenschaftsreferent und Baustadtrat Schäfer gefordert!“, sagt Bildungsreferent, Vizebürgermeister Mag. Klaus Schinninger.
Chancen zu ermöglichen, Talente zu fördern und Teilhabe am Leben und der Gesellschaft zu garantieren war und ist stets Ziel einer sozialdemokratischen Politik.
„Wir fordern den raschen Ausbau schon seit vielen Jahren. Nun zeigt sich, dass die knausrige Politik von Bürgermeister Rabl uns vor große Probleme stellt. Probleme, die sich vom Kindergarten auch in die Schule verlagern. Darüber kann auch die Eröffnung einer neuen Einrichtung in der Durisolstraße nicht hinwegtäuschen“, ergänzt Gemeinderätin Mag. Hannah Stögermüller.