Die SPÖ Wels schlägt Alarm: immer mehr junge Menschen in Wels finden weder Arbeit noch Lehrstelle. Über 900 Jugendliche sind laut AMS aktuell bei ihnen vorgemerkt, knapp 500 davon sind als arbeitslos gemeldet, weitere 100 suchen eine Lehrstelle.
„Diese Zahlen sind ein Warnsignal! Die Stadt darf nicht länger zusehen, wie junge Menschen ohne Perspektive zurückgelassen werden“, kritisiert SPÖ-Gemeinderat Thomas Loibingdorfer, der den Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat einbringen wird.
Die SPÖ Wels fordert ein umfassendes Maßnahmenpaket gegen Jugendarbeitslosigkeit – und wirft den Verantwortlichen in der Stadtregierung vor, bisher zu wenig unternommen zu haben. „Es reicht nicht, auf andere Institutionen zu verweisen. Wels muss selbst aktiv werden und Verantwortung übernehmen“, kritisiert Vizebürgermeister Mag. Klaus Schinninger seine Kollegen im Stadtsenat.
Konkrete Forderungspunkte in dem SPÖ- Antrag sind:
• Ein Jugend-Arbeitsmarktforum, in dem Stadt, AMS, Schulen, Betriebe und Jugendorganisationen gemeinsam Lösungen entwickeln.
• Ein städtischer Lehrstellen-Pool zur Unterstützung von Betrieben, die jungen Menschen eine Chance geben.
• Ein kommunaler Jugend-Beschäftigungsfonds, um Projekte für Qualifizierung und Beschäftigung zu fördern.
• Stärkere Kooperation mit lokalen Betrieben und Ausbildungsstätten.
• Mehr Coaching- und Orientierungsangebote – besonders für Jugendliche, die mehrfach benachteiligt sind.
• Abhaltung eines Gipfels zum Thema Jugendarbeitslosigkeit
„Wir dürfen keine Generation verloren geben. Jeder junge Mensch, der keine Perspektive bekommt, ist ein Versagen der Politik. Jetzt ist die Stadtregierung gefordert, Verantwortung zu übernehmen und endlich zu handeln. Es geht um die Zukunft unserer Jugend und damit auch um die Zukunft unserer Stadt!“, stellen Loibingdorfer und Schinninger klar.